Zentraler Faktor: Gästeanforderungen

Um Gäste bzw. Zielgruppen zu erreichen und sie im Hotel zufriedenzustellen muss man ihre Befindlichkeiten und Orientierungen, ihre Werte, Lebensziele, Lebensstile und Einstellungen genau kennen und verstehen. Nur dann bekommt man ein wirklichkeitsgetreues Bild davon, was die Menschen bewegt und wie sie bewegt werden können.
Zunehmend wichtig ist dabei, die Menschen nicht nur als mündige Bürger und Verbraucher (die rational entscheiden) zu analysieren, sondern ein ganzheitliches Bild der Zielgruppe zu gewinnen: wie sie sich und ihre Umwelt wahrnehmen, was sie mögen und was nicht, wie sie leben, denken, fühlen, bewerten.

 

 

 

Unter anderem sollten sich Hoteliers folgende Fragen stellen:

  • Welche Wünsche und Bedürfnisse haben meine Gäste an die Hotelimmobilie?
  • Berücksichtigung aktueller Hotel-Immoblien-Trends und Entwicklungen: Welche besonderen Erlebnisse kann man Gästen durch eine Investition bieten?
  • Welche Einrichtungen im Hotel gehören auf neue Trends ausgerichtet?
  • Was erwartet mein Gast von einem Hotelzimmer?
    • Wie exklusiv, geschmackvoll, modern, unkonventionell, ökologisch soll es sein?
    • Wie viel Technik und digitale Welt wünscht er sich?
  • Wie erreiche ich meine Gäste auf der Ebene der Werteorientierung?

Wie soll das Wohnen im Hotel von morgen aussehen?

Immer mehr Menschen werden in Städten leben. Dies führt zu einem urbanen Nomadentum, zu permanenter Bewegung und einem steten Strömen. Die Menschen sind kürzer aber dafür öfter unterwegs. Urlaub, Arbeit, Incentives, Weiterbildung und Freizeit wachsen zusammen, eine wirkliche Abgrenzung findet nicht mehr statt. Dementsprechend sind Hotel- und Hotelzimmerkonzepte gefragt, die sich dem Wechsel der Urlaubsmotive perfekt anpassen. Dies klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht.

Lange Zeit haben wir uns mit einem Überfluss an Dingen umgeben. Dies ändert sich gerade. Bei vielen Konzepten wird künftig mehr denn je das Credo „less is more“ maßgeblich sein.
Andere wiederum setzen auf Flexibilität: Wände können sich verändern, Düfte und Farben stellen sich auf die Stimmung der Gäste ein. Die Temperatur wird individuell hochgefahren, Licht wird gedämpft. Durch Technologie wird in Zukunft sehr viel mehr möglich sein.

Statt der fixen Einbauausstattung geht der Trend hin zu modularen Hotelzimmereinrichtungen und zu mehr Dekorelementen. Hybride Hotelzonen haben keine klaren Grenzen mehr. In der Lobby herrscht eine Coworking-Atmosphäre und Hipster-Einrichtungen werden mit traditionellen Hotelausstattungen gemixt. Weiters sprechen neue Konzepte auch wieder vermehrt Einheimische an und man spricht von „Open House Hotels“.

In der Ferienhotellerie wird Natur in die Räume integriert. Innen wird zu außen und der Außenraum wird Teil der Hotelräume. Die Natur wird damit Teil des Interieurs.
Generell lässt sich feststellen, dass Trends aus dem Mode-Business, der Filmindustrie und aus dem Entertainment die Hotellerie immer tiefgreifender beeinflussen. Der „Mid-Century Style“ kam über TV-Erfolge von Mad Man in die Hotellerie, der „bespoke style“ über die Lebenseinstellung der Kreativwirtschaft und Mixed Use Konzepte aus der Immobilienwirtschaft. Sustainability verbindet alle Trends und ist in jedes Konzept integriert.

Um also die Erwartungen der Gäste erfüllen zu können müssen sich Hoteliers nicht nur mit Trends auseinander setzen, sondern in erster Linie damit, wer ihre Zielgruppen tatsächlich sind.

 

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