Im Gespräch mit Marissa Miklautz geht es um mentale Stärke, Mitarbeitergesundheit und die Frage, warum die Zukunft erfolgreicher Hotels nicht nur im Spa, sondern vor allem in den Menschen liegt.
Wellness gehört heute zum Standard vieler Hotels. Größere Spa-Bereiche, neue Saunen oder innovative Longevity-Angebote sind längst keine Besonderheit mehr. Doch reicht das künftig noch aus?
In der aktuellen Podcastfolge von Smart Hotel Key spricht Marco Riederer mit Marissa Miklautz, Gründerin von MAMiND und Wellbeing Ambassador, über einen Perspektivenwechsel in der Hotellerie. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Wellbeing weit über klassische Wellnessangebote hinausgeht und weshalb mentale Stärke, Unternehmenskultur und echte Begegnungen künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile sein werden.
Die Zukunft erfolgreicher Hospitality beginnt nicht beim Pool (siehe auch SHK 294: Millionen am Dach?) oder bei der neuesten Behandlungsmethode, sondern bei den Menschen, die Gastfreundschaft täglich leben.
Kernaussagen über Mindful Hospitality
- Wellbeing ist mehr als Wellness: Wellness kümmert sich häufig um die äußere Erholung. Wellbeing verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und verbindet körperliche Gesundheit mit mentaler Stärke und emotionalem Wohlbefinden. Erst wenn Körper, Geist und Seele gleichermaßen berücksichtigt werden, entsteht nachhaltige Regeneration.
- Gastfreundschaft beginnt bei den Mitarbeitenden: Begeisterte Gäste entstehen nicht zufällig. Wer täglich Höchstleistungen erbringen soll, benötigt selbst ausreichend Energie und Wertschätzung. Nur Mitarbeitende, die sich gesehen, gesund und unterstützt fühlen, können authentische Gastfreundschaft vermitteln.
- Gäste suchen zunehmend Transformation statt Erholung: Der klassische Wellnessurlaub entwickelt sich weiter. Immer mehr Menschen möchten nach ihrem Aufenthalt nicht nur entspannt, sondern gestärkt, klarer und energiegeladener nach Hause zurückkehren. Hotels werden deshalb künftig stärker an ihrer Wirkung auf den Gast gemessen als an der Größe ihres Spa-Bereichs.
- Unternehmenskultur wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor: Wellbeing lässt sich nicht einfach als neues Angebot oder Marketinginstrument ergänzen. Es muss Teil der Unternehmenskultur sein. Authentische Führung, Wertschätzung und offene Kommunikation prägen sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch das Gästeerlebnis.
- Kleine Veränderungen können große Wirkung entfalten: Nicht jede Verbesserung erfordert hohe Investitionen. Bewusste Aufmerksamkeit, ehrliches Interesse an Menschen, regelmäßige Erholungsphasen oder wenige Minuten täglicher Achtsamkeit können langfristig einen erheblichen Unterschied machen – sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen.
- Wirtschaftlicher Erfolg und Wellbeing schließen einander nicht aus: Im Gegenteil: Gesunde, motivierte und engagierte Mitarbeitende schaffen bessere Gästeerlebnisse, stärken die Servicequalität und tragen unmittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels bei. Wellbeing ist daher keine Zusatzleistung, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit eines Betriebs.
Im Gespräch mit Marissa wird deutlich, dass sich die Hotellerie derzeit in einem grundlegenden Wandel befindet. Während früher vor allem Infrastruktur und Ausstattung über den Erfolg eines Hotels entschieden, gewinnen heute emotionale Faktoren zunehmend an Bedeutung.
Mindful Hospitality bedeutet dabei keineswegs, wirtschaftliche Ziele aus den Augen zu verlieren. Vielmehr entsteht nachhaltiger Erfolg dort, wo Menschen im Mittelpunkt stehen. Das gilt sowohl für Gäste als auch für Mitarbeitende. Hotels, denen es gelingt, eine Kultur der Wertschätzung, Gesundheit und echten Begegnung zu etablieren, schaffen damit nicht nur bessere Arbeitsplätze, sondern auch unvergessliche Gästeerlebnisse.
Gerade in einer Zeit, in der Fachkräftemangel, steigende Belastungen und wachsende Gästeerwartungen die Branche prägen, könnte Wellbeing vom Zusatzangebot zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden.
Über Marissa Miklautz

Marissa Miklautz ist in einer Kärntner Gastgeberfamilie aufgewachsen und hat die Hotellerie von klein auf kennengelernt. Nach ihrer Ausbildung an der Kärntner Tourismusschule sammelte sie internationale Erfahrung – unter anderem in der Karibik – und war später im internationalen Vertrieb von Ritz-Carlton der Sacher Hotels tätig.
Die Pandemie wurde für sie zum Wendepunkt. Die Belastungen, denen viele Menschen in der Hotellerie ausgesetzt sind, führten sie intensiv zu den Themen mentale Gesundheit, Achtsamkeit und Resilienz. Nach zahlreichen Aus- und Weiterbildungen gründete sie MAMiND.
Heute begleitet Marissa Unternehmen, Tourismusdestinationen und Hotelbetriebe dabei, mentale Gesundheit präventiv zu stärken, Resilienz aufzubauen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Menschen langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig bleiben. Ihr Ansatz ist ganzheitlich: Nachhaltiger Unternehmenserfolg beginnt für sie immer beim Menschen.
Mehr Informationen unter: https://www.ma-mind.com
Transkript der Podcast-Folge rund um Mindful Hospitality und Wellbeing
Marco: Ja, hallo Marissa und herzlich willkommen bei Smart Hotel Key. Ich habe in der Einleitung schon kurz erzählt, wer heute meine Gesprächspartnerin sein wird, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, und worüber wir heute sprechen wollen.
Aber vielleicht für alle, die dich noch nicht so gut kennen oder noch nie von dir gehört haben beziehungsweise sich mit dem Thema noch nicht näher beschäftigt haben: Du bist in einer Tourismusfamilie am Keutschacher See groß geworden, hast anschließend in der Luxushotellerie gearbeitet, warst international im Vertrieb tätig und beschäftigst dich heute intensiv mit Wellbeing.
Vielleicht möchtest du unseren Hörerinnen und Hörern kurz erzählen, wie es dazu gekommen ist, wer du konkret bist, wer hinter dem Namen MAMiND steckt und was dein Werdegang mit deiner heutigen Tätigkeit zu tun hat.
Marissa: Sehr, sehr gerne. Ich freue mich riesig, lieber Marco. Vielen Dank für die Einladung. Es ist wirklich eine große Ehre, wie du ja bereits weißt.
Zu meiner Person: Wie man vielleicht hört, komme ich aus dem südlichen Teil Österreichs, aus Kärnten. Mittlerweile lebe ich aber schon seit über 13 Jahren in unserer wunderschönen Kaiserstadt Wien. Gleichzeitig bin ich sehr stolz auf meine Herkunft, nämlich auf Keutschach am See beziehungsweise das Keutschacher Seental. Dieser Ort hat mich extrem geprägt und meine Familie hat meinen Weg maßgeblich beeinflusst.
Wie du schon gesagt hast, komme ich aus einer Tourismusfamilie. Meine Großeltern, mein Onkel, meine Tanten und meine Eltern haben beziehungsweise hatten alle Hotels oder Restaurants in Kärnten. Dort aufzuwachsen war unglaublich prägend, gleichzeitig aber auch eine sehr fordernde Zeit, weil die familiäre Komponente natürlich manchmal etwas zu kurz kommt, wenn man sich zu hundert Prozent um das Wohl der Gäste kümmert.
Mein Bruder und ich waren dennoch in den besten Händen und wir sind unglaublich dankbar, dass wir direkt am See aufwachsen durften. Es war eine wunderschöne Kindheit. Danach habe ich die Tourismusschule in Villach besucht. Ich bin eine sehr stolze Absolventin der Kärntner Tourismusschule, weil dort ebenfalls immer ein sehr familiäres Umfeld im Mittelpunkt stand. Ich war auch im Internat und viele meiner Herzensmenschen stammen bis heute aus dieser Zeit.
Anschließend habe ich meine ersten Praktika absolviert und viele Erfahrungen gesammelt. Ich war unter anderem in Italien und in London und bin nach der Schule schließlich für längere Zeit auf die Cayman Islands gegangen. Dort durfte ich im Ritz-Carlton meine ersten Erfahrungen in der Luxushotellerie sammeln. Das war natürlich eine völlig andere Welt. Wenn du plötzlich Johnny Depp bedienst, denkst du dir: Hier möchte ich nie wieder weg. Gleichzeitig war das aber eine ganz eigene Bubble, weil täglich Kreuzfahrtschiffe ankamen und man kaum eine echte Beziehung zu den Gästen aufbauen konnte. Es war letztlich eher eine Form der Massenabfertigung.
Deshalb bin ich wieder zu meinen Wurzeln nach Österreich zurückgekehrt, nach Wien gezogen, habe dort studiert und gleichzeitig an der Eröffnung des Ritz-Carlton Wien mitgewirkt. Dort entwickelte sich mein beruflicher Weg immer stärker in Richtung internationaler Vertrieb.
Ich bin dieser Hotelgruppe auch heute noch sehr verbunden, weil mich das Credo „We are Ladies and Gentlemen serving Ladies and Gentlemen“ bis heute begeistert. Ich finde, das vermittelt echte Begegnung auf Augenhöhe.
Marco: Wenn ich dir so zuhöre, dann wird dieses Credo dort auch tatsächlich gelebt, oder?
Marissa: Absolut. Für mich war das etwas ganz Besonderes. Jeden Morgen gab es das gemeinsame Line-up mit allen Kolleginnen und Kollegen, bei dem diese Werte immer wieder bewusst gelebt und vermittelt wurden. Irgendwann hat mir allerdings diese familiäre Struktur gefehlt. Das Unternehmen war einfach sehr groß. Und dann hat das Hotel Sacher bei mir angeklopft.
Da habe ich mir gedacht: Wenn das Sacher anfragt und mein Papa Konditormeister ist, dann kann ich eigentlich gar nicht Nein sagen. Die Sachertorte ist schließlich im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Mein Papa war natürlich unglaublich stolz und meinte nur: „Kind, das Rezept musst du herausfinden.“ Das wurde dann zu meiner täglichen Mission.
Daran bin ich zwar kläglich gescheitert, aber die Arbeitserfahrung und vor allem die Zusammenarbeit mit der Familie sowie mit Herrn Heilmann, der für mich mittlerweile ein wichtiger Mentor geworden ist, waren unglaublich wertvoll. Er ist für mich eine echte Ikone. Dort habe ich verstanden, was „Finest Hospitality“ wirklich bedeutet. Gleichzeitig war diese Zeit aber auch sehr fordernd.
Marco: Das glaube ich sofort. Und wenn ich dir so zuhöre, dann merkt man, dass du alles, was du in der Vergangenheit gemacht hast, mit großer Leidenschaft gemacht hast. Trotzdem hast du irgendwann gesagt: Das war es jetzt. Ich kehre der Luxushotellerie den Rücken.
Warum dieser Schritt? Und was hat das vielleicht auch mit unserem heutigen Thema zu tun? Du beschäftigst dich heute sehr intensiv mit Wellbeing und mentaler Stärke. Gab es einen konkreten Auslöser? Hast du selbst gemerkt, dass es für dich nicht mehr passt? Oder was waren die Gründe für diesen doch sehr großen Richtungswechsel?
Marissa: Ja, absolut. Ich glaube, für uns alle war Corona ein ausschlaggebender Faktor, um sich die Frage zu stellen: Wo stehe ich im Leben und ist es das überhaupt, was ich möchte?
Es war eine Zeit, in der viele begonnen haben zu hinterfragen, ob sie wirklich glücklich sind. Genau das war auch bei mir der Fall. Der eigentliche Auslöser war allerdings, dass es in meinem näheren Umfeld leider mehrere Menschen gab, die ins Burnout gerutscht sind. Menschen, die ich vorher als unglaublich energiegeladen, lebendig und voller Lebensfreude erlebt hatte.
Plötzlich siehst du, wie einem Menschen die gesamte Energie und Kraft förmlich aus der Seele gezogen wird. Im übertragenen Sinn steht dann nur noch ein Mensch vor dir, der wie ein Zombie wirkt. Das war für mich ein echter Augenöffner. Auch in meiner Familie habe ich erlebt, was dauerhafter Stress mit Menschen machen kann. Früher wurde darüber oft einfach nicht gesprochen. Man hat vieles unter den Teppich gekehrt und gesagt: „Reden wir nicht darüber. Das schaffen wir schon. Das wird schon irgendwie.“
Ich glaube aber, dass mit Corona ein Wandel begonnen hat. Die Menschen haben angefangen, bewusster hinzuhören – auch auf sich selbst. Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen und beschlossen, mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung, Mentaltraining, Achtsamkeit und Entspannungstechniken auseinanderzusetzen. Ich habe sehr viel Yoga praktiziert, war auf unterschiedlichen Retreats weltweit und wollte diese gesamte Energie einfach aufsaugen. Irgendwann bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich diese innere Stärke, die ich für mich selbst aufgebaut habe und mit der ich mittlerweile gut umgehen kann, weitergeben möchte.
Das war letztlich meine intrinsische Motivation, MAMiND zu gründen und Menschen dabei zu unterstützen, ihre mentale Stärke zu entwickeln.
Und warum vor allem im Tourismus? Nicht, weil ich ausschließlich dort arbeiten möchte – ich bin grundsätzlich für alle Branchen offen. Aber der Tourismus ist einfach meine Herzensangelegenheit. Dort bin ich aufgewachsen, dort kenne ich die Herausforderungen aus eigener Erfahrung und dort weiß ich genau, wovon ich spreche. Es tut einfach gut, dieses Wissen weiterzugeben und Menschen helfen zu können.
Marco: Das heißt, du hast zunächst erkannt, was in deinem Umfeld passiert, hast dich dann intensiv mit dir selbst beschäftigt und bist schließlich zu dem Schluss gekommen, dass du dieses Wissen weitergeben möchtest. Genau das hat dich dorthin geführt, wo du heute stehst. Mentale Stärke wurde in der Vergangenheit ja häufig ein wenig belächelt. Nach dem Motto: „Im Kopf muss man halt stark sein.“ Oder: „Einfach durchhalten, dann wird das schon.“
Ich glaube, das ist heute vielen deutlich bewusster als noch vor einigen Jahren. Trotzdem verstehen unter Wellbeing oder ganzheitlicher Gesundheit nach wie vor sehr viele Menschen ganz unterschiedliche Dinge. Wie würdest du Wellbeing definieren? Was bedeutet ganzheitliche Gesundheit für dich?
Marissa: Grundsätzlich bin ich – wie du schon gesagt hast – ein großer Fan des ganzheitlichen, also des holistischen Ansatzes.
Es geht eben nicht nur um körperliche Fitness. Es reicht nicht, eine Smartwatch zu tragen und permanent darauf zu schauen, wie viele Kalorien man verbrannt hat oder wie hoch die Herzfrequenz gerade ist. Genauso wichtig sind der Geist und die Seele. Dieser Dreiklang aus Körper, Geist und Seele wird zwar oft erwähnt, aber ich glaube, dass genau diese drei Bereiche Hand in Hand durchs Leben gehen sollten.
Ich bin kein Fan von radikalem Detox oder ständigem Verzicht. Ich glaube nicht daran, dass wir uns permanent sagen sollten: „Ich darf keine Kohlenhydrate mehr essen, keinen Zucker mehr und überhaupt auf alles verzichten.“ Ich bin vielmehr ein Fan davon, sich auch Glücksmomente zu gönnen. Gönnen wir uns doch einmal ein Glas Aperol. Ich möchte den Alkohol damit gar nicht verherrlichen, aber ich glaube, dass solche kleinen Genussmomente ebenfalls wichtig für die Seele sind.
Wir sollten uns diese kleinen Glücksgefühle bewusst erlauben und uns gleichzeitig immer wieder die Frage stellen: Worum geht es im Leben eigentlich wirklich? Es geht aus meiner Sicht nicht darum, der Schnellste, der Größte, der Beste oder derjenige mit dem höchsten Einkommen zu sein. Viel wichtiger ist es, einmal innezuhalten und sich ehrlich zu fragen: Was tut mir eigentlich gut? Was sind meine Kraftquellen? Wenn ich diese Kraftquellen kenne, dann weiß ich auch besser, wie ich mit Stressoren und Energieräubern umgehen kann.
Ich glaube, genau das sind Dinge, die jeder für sich als kleines tägliches Ritual in seinen Alltag integrieren kann.
Marco: Man spricht ja nicht umsonst von Stress als Volkskrankheit Nummer eins. Diese permanente Überbelastung schleicht sich oft ganz langsam ein und viele wollen sie sich gar nicht eingestehen. Vielleicht wird dieser Druck sogar noch verstärkt durch all die Dinge, die man heute angeblich nicht mehr darf: keinen Zucker, keinen Alkohol, ständig Verzicht. Das kann einen ja zusätzlich stressen. Wenn ich das etwas salopp formulieren darf, bist du also eher eine Verfechterin von bewusstem Genuss statt ständigem Verzicht?
Marissa: Das hast du sehr schön formuliert. Ja, ich bin ein absoluter Genussmensch. Ich habe es ja schon erzählt: Mein Papa ist Konditormeister und Koch. Da kann ich gar nicht anders. Ich liebe es, gut essen zu gehen und mir auch bewusst etwas zu gönnen. Natürlich begleitet uns aktuell das Thema Longevity überall. Scheinfasten, Intervallfasten – jeder spricht darüber. Und ich bin absolut dafür, dem Körper ein paar Mal im Jahr bewusst Ruhe zu gönnen und zu sagen: Jetzt fahren wir komplett herunter. Das halte ich für sehr wichtig.
Im Alltag sollte aber nicht ständig dieses Denken im Vordergrund stehen: „Ich darf nicht“ oder „Ich muss“. Viel wichtiger ist aus meiner Sicht ein positives Mindset sich selbst gegenüber.
Marco: Ist das nicht letztlich eine Balance zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, was unserem Körper guttut, und dem, was jedem Menschen individuell guttut?
Du hast vorher von Körper, Geist und Seele gesprochen. Vielleicht braucht die Seele des einen Menschen manchmal tatsächlich etwas Süßes oder ein Glas Aperol. Ein anderer fühlt sich wiederum wohler, wenn er ganz bewusst auf bestimmte Dinge verzichtet. Das ist ja sehr individuell. Und ich glaube, viele Menschen wissen gar nicht genau, was ihnen persönlich guttut. Wenn ich dann versuche, etwas nur aus Kompensation im Übermaß zu konsumieren, bringt mir am Ende auch das zehnte Glas Aperol nichts mehr.
Marissa: Absolut. Alles mit Maß und Ziel – genau so sehe ich das auch. Ich glaube, das hat sehr viel mit Selbstliebe zu tun. Wenn wir ständig im Hamsterrad laufen und uns permanent sagen: Ich muss schneller werden, ich muss besser werden. Wir müssen das beste Hotel am Platz sein. Wir müssen die beste Tourismusregion werden. Wir müssen den nächsten Preis gewinnen.
Wenn man ständig in diesem Modus lebt und nie innehält, um einmal nach innen zu schauen, dann haben wir wirklich ein Problem. Und mit diesem „nach innen schauen“ meine ich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich glaube, Führungskräfte, General Manager und Eigentümer müssen verstehen, dass Menschen mit einem regulierten Nervensystem und einem gesunden Selbstwertgefühl letztlich die größten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens sind. Genau dort beginnt es. Und genau das ist mein großes Anliegen: Menschen wieder dazu zu bringen, bewusst hinzuhören.
Marco: Wenn ich dich richtig verstehe, dann bedeutet Mindful Hospitality eben nicht nur, Gästen Sinn zu vermitteln oder achtsame Rituale, Angebote und Packages zu schaffen. Eigentlich beginnt Mindful Hospitality bei den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Marissa: Absolut. Ich glaube, genau das ist der Schlüssel. Wenn wir schon bei Smart Hotel Key sind, dann ist genau das der eigentliche Key.
Marco: Du kennst die Branche aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Einerseits aus klein strukturierten Familienbetrieben, andererseits aus internationalen Hotelketten mit völlig anderen Organisationsformen. Würdest du sagen, dass die Hotellerie generell besonders anfällig für mentale Belastungen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist?
Marissa: Ja, definitiv. Der Tourismus ist für mich eine unglaublich facettenreiche und bunte Branche, die ich über alles liebe. Für mich ist Tourismus nach wie vor „top of the top“. Gleichzeitig verlangt diese Branche den Menschen aber auch extrem viel ab.
Allein die Arbeitszeiten sprechen für sich. Saisonbetriebe geben oft acht Monate lang Vollgas. Da sind 16- oder 17-Stunden-Tage keine Seltenheit. Danach folgen häufig mehrere Monate mit existenziellen Sorgen und der Frage: Wie geht es jetzt weiter?
Hinzu kommt die emotionale Komponente. Man möchte den Gästen immer das Schönste bieten. Man lächelt ständig, funktioniert permanent und übernimmt gewissermaßen eine Rolle. Dabei kann man oft nur selten wirklich man selbst sein. Ich glaube, genau das verlangt den Menschen enorm viel ab. Deshalb bin ich auch privat ein großer Verfechter davon, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst wertzuschätzen. Wenn ich selbst im Urlaub bin oder in einem Café, Restaurant oder Hotel sitze, dann ist es mir wichtig, den Menschen in die Augen zu schauen, Danke zu sagen und ihre Arbeit wertzuschätzen. Das machen wir heute viel zu selten.
Wir sind alle ständig im Modus: „Let’s talk business“ und sofort weiter zum nächsten Termin. Dabei sind wir oft gar nicht mehr wirklich im Moment. Genau das verstehe ich unter Achtsamkeit. Egal, wem du begegnest – sei einfach präsent. Genau das bedeutet für mich Mindful Hospitality.
Marco: Das ist ein schöner Übergang, denn wir sprechen in der Branche sehr häufig über das Gästeerlebnis. Dabei wird oft vergessen, dass das Gästeerlebnis immer bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beginnt. Wenn ich selbst gestresst bin, wenn ich nur funktioniere und innerlich bereits völlig erschöpft bin, dann wird es wahrscheinlich schwierig, echte Gastfreundschaft auszustrahlen. Ist das auch deine Erfahrung?
Marissa: Ja, absolut. Das ist sogar einer meiner Leitsätze. Ich bin überzeugt davon, dass ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nur so viel Energie an Gäste weitergeben kann, wie selbst vorhanden ist. Wenn der eigene Akku leer ist, kann ich keine Energie verschenken. Genau deshalb beginnt Gastfreundschaft immer bei uns selbst. Wenn ich mich selbst nicht spüre, mich selbst nicht ernst nehme und mir selbst keine Aufmerksamkeit schenke, dann wird es sehr schwierig, authentisch für andere da zu sein.
Das bedeutet nicht, dass wir jeden Tag perfekt sein müssen. Ganz im Gegenteil. Auch ich habe Tage, an denen ich erschöpft bin oder an denen nicht alles rundläuft. Aber genau dann geht es darum, das wahrzunehmen und sich bewusst zu fragen: Was brauche ich jetzt? Vielleicht brauche ich Bewegung. Vielleicht brauche ich Ruhe. Vielleicht brauche ich einfach ein gutes Gespräch mit einem Menschen, der mir guttut. Ich glaube, dass wir viel öfter lernen sollten, auf diese Signale unseres Körpers zu hören.
Marco: Das setzt natürlich voraus, dass ich diese Signale überhaupt wahrnehme. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir in einer Welt leben, in der wir ständig erreichbar sind, ständig reagieren und ständig funktionieren müssen. Dadurch verlieren wir vielleicht auch ein Stück weit den Kontakt zu uns selbst.
Marissa: Ja, das sehe ich genauso. Wir leben in einer sehr lauten Welt. Es gibt unglaublich viele Reize. Das Handy ist permanent dabei. Nachrichten, Social Media, E-Mails – wir sind ständig beschäftigt. Dabei vergessen wir oft das Wichtigste: einfach einmal nichts zu tun. Viele Menschen können Stille heute kaum noch aushalten. Wenn ich in meinen Workshops frage: „Wann wart ihr das letzte Mal zehn Minuten ganz bewusst ohne Handy, ohne Musik und ohne Ablenkung mit euch selbst?“, dann wird es oft ganz still im Raum.
Dabei entstehen genau in diesen Momenten häufig die wichtigsten Erkenntnisse. Ich glaube deshalb, dass wir wieder lernen müssen, Langeweile auszuhalten. Denn genau dort entstehen Kreativität, neue Ideen und oft auch Klarheit.
Marco: Das finde ich spannend, weil wir heute ständig versuchen, jede freie Minute zu füllen. Selbst wenn wir irgendwo warten, greifen wir sofort zum Smartphone. Eigentlich gibt es kaum noch Momente, in denen wir einfach nur mit unseren Gedanken alleine sind.
Marissa: Ganz genau. Ich glaube sogar, dass wir uns manchmal regelrecht davor fürchten, mit unseren eigenen Gedanken alleine zu sein. Deshalb lenken wir uns permanent ab. Dabei liegt genau dort so viel Potenzial. Wenn wir lernen, wieder mehr nach innen zu schauen, dann treffen wir häufig ganz andere Entscheidungen. Entscheidungen, die viel besser zu uns passen und sich langfristig auch besser anfühlen. Und genau darum geht es letztlich beim Wellbeing: wieder eine gute Verbindung zu sich selbst aufzubauen.
Marco: Ich finde das spannend, weil wir heute häufig davon sprechen, dass Gäste immer mehr nach Erlebnissen suchen. Gleichzeitig habe ich aber den Eindruck, dass viele Menschen eigentlich nach etwas anderem suchen – nämlich nach einer Veränderung. Sie möchten nicht nur ein schönes Wochenende verbringen, sondern danach mit mehr Energie nach Hause fahren als zuvor. Ist das aus deiner Sicht auch ein Trend, den wir künftig noch viel stärker sehen werden?
Marissa: Absolut. Ich bin sogar überzeugt davon, dass genau das die Zukunft des Tourismus sein wird. Ich glaube, dass Gäste künftig immer weniger nach einer klassischen Übernachtung suchen werden. Sie suchen vielmehr nach einer Transformation. Sie möchten sich nach ihrem Aufenthalt besser fühlen als davor. Die Frage lautet also nicht mehr: Wie viele Sterne hat ein Hotel? Oder wie groß ist der Wellnessbereich? Die eigentliche Frage lautet: Wie verlasse ich diesen Ort? Mit welchem Gefühl fahre ich nach Hause? Wenn ich mich danach energiegeladener, klarer oder ausgeglichener fühle, dann ist das aus meiner Sicht der eigentliche Mehrwert.
Marco: Das ist eigentlich ein spannender Perspektivenwechsel. Früher hat man vielleicht gesagt: Wir bauen einen größeren Spa-Bereich oder investieren in einen neuen Pool. Heute geht es möglicherweise viel stärker darum, welche Wirkung ein Aufenthalt auf den Menschen hat.
Marissa: Genau. Natürlich sind ein schöner Spa-Bereich oder eine hochwertige Ausstattung wichtig. Aber das allein reicht aus meiner Sicht nicht mehr. Es geht vielmehr darum, welche Atmosphäre geschaffen wird. Wie begegnen mir die Menschen? Wie fühle ich mich? Kann ich loslassen? Kann ich wirklich entspannen? Fühle ich mich gesehen?
Das sind Fragen, die künftig immer wichtiger werden. Und dafür braucht es aus meiner Sicht keine riesigen Investitionen. Es sind oft die kleinen Dinge: eine echte Begegnung, ein aufmerksames Gespräch, ein herzliches Willkommen oder ein Mitarbeiter, der selbst mit Freude und Energie arbeitet. Genau daraus entsteht für Gäste ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
Marco: Das bedeutet aber auch, dass Wellbeing kein zusätzlicher Baustein ist, den man einfach irgendwo auf die Website schreibt oder als Package verkauft. Es muss eigentlich Teil der Unternehmenskultur sein.
Marissa: Genau so ist es. Ich glaube nicht an aufgesetzte Konzepte. Wenn Wellbeing nur Marketing ist, dann merken Gäste das sehr schnell. Es muss authentisch gelebt werden – von der Eigentümerfamilie über die Führungskräfte bis hin zum gesamten Team. Erst dann entsteht etwas Echtes. Und genau deshalb beginne ich in meinen Beratungen fast immer bei den Menschen und nicht beim Produkt. Denn wenn die Menschen wachsen, wächst am Ende auch das Unternehmen.
Marco: Das gefällt mir sehr gut, weil wir bei Smart Hotel Key oft über wirtschaftlichen Erfolg sprechen. Dabei vergessen wir manchmal, dass wirtschaftlicher Erfolg letztlich immer von Menschen geschaffen wird. Und wenn die Menschen im Unternehmen gesund, motiviert und leistungsfähig sind, dann wirkt sich das am Ende automatisch auf den wirtschaftlichen Erfolg aus.
Marissa: Genau. Ich bin überzeugt, dass Wellbeing und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Sie bedingen sich gegenseitig. Wenn Menschen gerne arbeiten, wenn sie sich wertgeschätzt fühlen und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, dann entstehen automatisch bessere Leistungen, bessere Gästebewertungen und langfristig auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse. Deshalb ist Wellbeing für mich kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft eines Unternehmens.
Marco: Du hast gerade gesagt, dass Menschen zunehmend nach Transformation statt nur nach Erholung suchen. Wenn wir das jetzt auf Hotels übertragen, dann stellt sich die Frage: Wie sieht so ein Wellbeing-Konzept konkret aus? Viele Hotels haben heute bereits einen Wellnessbereich. Manche setzen zusätzlich auf medizinische Angebote, auf Longevity oder Ernährungskonzepte. Reicht das aus oder braucht es aus deiner Sicht noch deutlich mehr?
Marissa: Ich glaube, das geht Hand in Hand. Ich möchte es in fünf Jahren nicht missen, in ein Wellnesshotel zu fahren und mich über einen schönen Pool, eine Kryokammer oder medizinische Angebote zu freuen. Natürlich sind Darmscreenings, Mikrobiom-Analysen oder Stoffwechseluntersuchungen spannende Entwicklungen. Aber die tiefergehende Regeneration und die wirkliche Erholung entstehen erst dann, wenn man den Menschen ganzheitlich betrachtet – also Körper, Geist und Seele. Und das ist oft nicht nur das Buch, das man liest oder die Behandlung, die man bekommt. Es geht vielmehr darum, sich wirklich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich vergleiche das gerne so: Wellness kratzt oft nur an der Oberfläche. Wir versuchen, die Symptome ein wenig zu behandeln, aber die eigentliche Ursache des Problems bleibt bestehen. Mit meinem ganzheitlichen Ansatz möchte ich den Menschen nicht nur kurzfristig ein Pflaster geben. Ich möchte ihnen helfen, die eigentliche Blutung zu stoppen. Denn am Ende des Tages ist ein Pflaster eben nur ein Pflaster. Im besten Fall kann man es irgendwann wieder abnehmen und alles ist nachhaltig geheilt.
Marco: Das ist ein sehr schönes Bild. Das bedeutet also, dass sich Wellness deiner Meinung nach weiterentwickeln muss – hin zu Wellbeing. Gleichzeitig glaube ich aber auch nicht, dass jedes Konzept zu jedem Betrieb oder jeder Zielgruppe passt. Es wird weiterhin klassische Erholungshotels geben, Häuser mit medizinischem Schwerpunkt oder Betriebe, bei denen Ernährung und Nutrition im Mittelpunkt stehen. Was ich aus unserem Gespräch aber mitnehme, ist etwas anderes: Mindful Hospitality muss künftig deutlich breiter gedacht werden – nicht nur auf der Gästeseite, sondern genauso in der Unternehmenskultur und im Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Marissa: Das ist absolut richtig. Das unterschreibe ich zu tausend Prozent. Ich sage immer: Mind meets Heart. Das passt auch wunderbar zu meinem Namen mit den beiden „M“. Die emotionale Komponente muss immer mitgedacht werden. Und das gilt nicht nur für die Hotellerie, sondern für jede Branche. Es ist unglaublich wichtig, zuzuhören und ehrliche, offene Gespräche zu führen.
Ich glaube nämlich, dass Vertrauen nur durch Klarheit entstehen kann. Wenn Mitarbeitende oder Gäste nicht das Gefühl haben, dass etwas authentisch und ehrlich ist, dann kommen sie irgendwann nicht mehr zurück. Gäste gehen – und Mitarbeitende ebenfalls. Ich selbst gehe unglaublich gerne in Restaurants, Cafés oder Hotels, in denen ich immer wieder dieselben Gesichter sehe. Dort kann ich Beziehungen aufbauen, mich austauschen und diese Verbindung spüren.
Wenn wir über soziale Verbindungen sprechen, denke ich immer an meinen Opa. Er ist mittlerweile 87 Jahre alt und geht jeden Tag in dasselbe Café. Nicht wegen des Kaffees, sondern wegen der Menschen. Wegen der Gespräche. Wegen dieses Gefühls, dazuzugehören. Genau das ist für mich Wellbeing. Am Ende des Tages geht es immer um Verbindung – zu anderen Menschen, aber genauso zu sich selbst. Und genau darin liegt aus meiner Sicht die Zukunft der Hospitality.
Marco: Liebe Marissa, langsam kommen wir zum Ende unseres Gesprächs. Ich habe zum Abschluss noch eine Frage, die ich allen meinen Podcast-Gästen gerne stelle: Wenn es einen Gedanken gibt, den sich unsere Hörerinnen und Hörer aus diesem Gespräch mitnehmen sollen – ganz egal, ob sie Hotelier, Führungskraft oder Mitarbeiter sind –, welcher wäre das?
Marissa: Drei Minuten am Tag für dich. Mehr braucht es oft gar nicht. Drei Minuten, in denen du bewusst innehältst, durchatmest und einmal ganz bei dir bist. Wenn man das auf ein ganzes Jahr hochrechnet, kommt da unglaublich viel Zeit zusammen. Und genau diese kleinen Momente können langfristig einen großen Unterschied machen.
Marco: Drei Minuten am Tag für dich – und wenn man das aufsummiert, kommt übers Jahr tatsächlich einiges zusammen.
Marissa: So ist es. Und ein Glas Aperol vielleicht auch noch. Das ist durchaus erlaubt.
Marco: Genau, das Glas Aperol darf natürlich nicht fehlen. Liebe Marissa, es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, dieses Gespräch mit dir zu führen. Vielen Dank für deine Zeit, für deine Offenheit und für die vielen spannenden Einblicke. Ich freue mich sehr, wenn wir uns bald wieder hören.
Für alle Hörerinnen und Hörer, die mehr über Marissa und MAMiND erfahren möchten: Alle Kontaktdaten findet ihr selbstverständlich im begleitenden Blogbeitrag sowie in den Shownotes. Ich freue mich auf alles, was rund um Mindful Hospitality und Wellbeing in den nächsten Jahren noch entstehen wird.
Die letzten Worte gehören wie immer meinem Gast. Alles Liebe!
Marissa: Lieber Marco, vielen herzlichen Dank. Du hast mir heute wirklich den Tag versüßt und ich möchte mich von Herzen für die Einladung bedanken. Ich wünsche allen Hörerinnen und Hörern, dass sie sich selbst wieder ein Stück näherkommen, dass sie auf ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele hören und sich immer wieder bewusst Zeit für sich selbst nehmen. Denn genau dort beginnt aus meiner Sicht alles. Und wenn wir gut auf uns selbst achten, können wir auch für andere Menschen da sein – für unsere Familie, unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Mitarbeiter und natürlich auch für unsere Gäste.
Ich wünsche euch von Herzen ganz viel Gesundheit, ganz viel Lebensfreude und vor allem viele kleine Momente des bewussten Genusses.
Alles Liebe!


