Tourismustrends 2024

Der Tourismus befindet sich in einer Wendezeit. Die Veränderungen bei Zinsen, Energie und Klima, Digitalisierung und Globalisierung sowie der demografische Wandel haben eine größere Schnittmenge mit der Hospitality-Branche als mit anderen Wirtschaftsbereichen und prägen die Tourismustrends des kommenden Jahres.

 

 

Preisanpassungen In den gästenahen Dienstleistungsbereichen von Hotellerie und Gastronomie konnten die enormen Kostensteigerungen nicht auffangen. Mit den geschwächten operativen Betriebsergebnissen müssen teurere Kredite bedient werden. Die Schere zwischen Konjunktur und Betriebswirtschaften geht weiter auf. Die derzeit heikle Transformationsphase macht es nachhaltigen Geschäftsmodellen, die nach Investitionen verlangen, nicht gerade leicht. Diese „causa prima“ wird uns voraussichtlich das gesamte Jahr 2024 begleiten.

Tourismustrends

Der Artikel „Tourismustrends 2024“ analysiert detailliert die aktuellen Veränderungen und Herausforderungen in der Tourismusbranche.

Tourismustrends 2024

Nachhaltig verändertes Gästeverhalten: Die Nachfragesituation bleibt (trotz fortgesetzter medialer Jubelmeldungen rund um die Nächtigungszahlen) volatil. Zur genaueren Beurteilung empfiehlt sich auch ein Blick auf die einzelnen Nächtigungskategorien. Der Übergang von Revenue Management zu Profit Management, bei dem die laufende Prüfung der Kostenstruktur und eine flexible Ertragssteuerung im Vordergrund stehen, ist zu einer wichtigen Strategie für nachhaltiges Wachstum geworden.

Nachhaltigkeit im Tourismus: Der Fokus auf umweltfreundliche Praktiken und soziale Verantwortung gewinnt an Bedeutung. Dies verlangt eine umfassende Strategie, die ökologische Nachhaltigkeit in alle Aspekte des Tourismus integriert.

Verstärkter Fokus auf Best Ager: Die steigende Nachfrage der älteren Generation nach maßgeschneiderten Reiseerlebnissen eröffnet neue Marktchancen. Dieser Trend verlangt Angebote, die auf die speziellen Bedürfnisse und Interessen dieser Altersgruppe zugeschnitten sind.

Urlaub (und Arbeit) mit Sinn: Reisende suchen nach Erlebnissen, die persönliche Entwicklung und emotionale Erfüllung bieten. Dieser Trend betont die Bedeutung von Angeboten, die auf Selbstfindung und das Streben nach Sinn abzielen.

Spontanität und Individualität: Die Nachfrage nach maßgeschneiderten, flexiblen Reiseoptionen wächst. Reiseanbieter müssen sich darauf einstellen, personalisierte und spontane Reiseerlebnisse anzubieten.

Eleganz der Einfachheit und stiller Luxus: Der Trend zum Minimalismus und zum stillen Luxus spiegelt ein Bedürfnis nach Qualität und Authentizität wider. Dies erfordert eine sorgfältige Balance zwischen Schlichtheit und Exklusivität in Angeboten.

Bedeutung der mentalen Gesundheit: Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, um Stress abzubauen und die mentale Gesundheit zu fördern. Dies erfordert spezialisierte Angebote, die auf das Wohlbefinden der Gäste abzielen.

Bye bye Halbpension: Der Wandel hin zu flexibleren Verpflegungsoptionen spiegelt ein Bedürfnis nach Vielfalt und Individualität wider. Anbieter müssen sich auf diese Veränderungen einstellen und innovative Verpflegungskonzepte entwickeln.

Fazit

Für Touristiker ist es wichtig, Veränderungen zu beobachten, Erkenntnisse abzuleiten und den eigenen Betrieb möglichst früh darauf einzustellen. Denn der Wandel einer Unternehmenskultur und die Entwicklung neuer Produkte für die veränderten Gästebedürfnisse brauchen Zeit. Dies erfordert von Hoteliers neben einer flexiblen Anpassung auch ein tiefes Verständnis der Marktentwicklungen.

Doch nur wer sich rechtzeitig mit den neuen Anforderungen beschäftigt, verpasst den Anschluss nicht und kann den Wünschen der Reisenden gerecht werden.

Wer die Trends versteht und sich im Rahmen seiner Positionierung anpasst, kann potentiellen Gästen ein unvergessliches und erfüllendes Erlebnis bieten; und sich gleichzeitig von mitunter „starr“ agierenden Mitbewerbern positiv abheben.

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