Post-Corona Wellness-Trends

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit besonders viel Aufmerksamkeit. Die drängendste Frage dabei: Was kann ich tun, um gesund und fit zu bleiben? Sport, Ernährung und gesundheitlicher Vorsorge fällt dabei eine entscheidende Rolle zu.

Das Thema Wellness hat sich bereits Ende der 1950er-Jahre als Überbegriff für Wohlbefinden und gesundheitsbewusstes Leben etabliert. Inzwischen hat sich eine ganze Industrie- und Tourismussparte rund um das Thema aufgebaut.

 

 

 

Die Wellness-Auswirkungen von Covid-19

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie gehen auch an der Wellness-Branche nicht spurlos vorüber. Viele Gäste stellen sich die Frage, ob ein Aufenthalt im Wellnessbereich (Schwimmbad, Sauna, Spa, Dampfbad,…) überhaupt gefahrlos möglich ist. Um den Gästen hier die Angst zu nehmen und Sicherheit zu geben, haben etwa die Wellness Hotels & Resorts einen Leitfaden erarbeitet. Darin enthalten sind Hinweise zum Thema Hygiene, Abstandsregelungen, eine Vorgehensweise bei Behandlungen sowie Regelungen und Empfehlungen für Saunen und Schwimmbäder.

Auszug aus dem Leitfaden der Wellness Hotels & Resorts:

  • Handdesinfektionsspender prominent im gesamten Spa platzieren.
  • Alle Liegen vor und nach jedem Gebrauch reinigen und desinfizieren.
  • Keine Textilien wie Wolldecken oder Kissen mehr bereitlegen.
  • Mitarbeiter müssen bei der Arbeit Einweg-Handschuhe tragen.
  • Liegen müssen im Spa weiter auseinander gestellt werden. Das wird möglich, da die Zahl an Besuchern, die gleichzeitig im Spa sein dürfen, reduziert werden muss.
  • Mundschutz während der Behandlung verwenden
  • Bei der Maniküre empfiehlt sich eine Plexiglasscheibe als Spuckschutz
  • Wäsche nach jedem Gast wechseln.

Platz ist der neue Luxus

Abstandsregelungen, großzügigere Freiräume in den Restaurants und den Wellnessbereichen: das kommt bei vielen Gästen gut an und sollte möglichst auch nach Corona beibehalten werden. Bei Betrieben, die ohnehin umgestaltet werden, bietet sich die Implementierung einiger Private-Spa-Suiten an.

Gut aufgestellt sind in Zukunft Wellness-Hoteliers, die sich auf einen Bereich spezialisiert haben und die Thematik vertieft bespielen können. Als Beispiele dienen hier Ayurveda Wellness-Hotels. Bei diesen basiert das Erfolgsrezept auf einer Kombination von entsprechend geschulten Mitarbeitern, individuellen Therapien und Behandlungen und einer auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmten, ayurvedischen Küche.

Die neue Männer-Höhle

Nachdem Spa- und Wellnessanlagen ursprünglich für das weibliche Geschlecht konzipiert und geschaffen und die Besuche dieser Einrichtungen lange Zeit als „Frauensache“ abgetan wurden, finden nun auch Männer heraus, was ihnen in modernen Wellnessbereichen gefällt oder fehlt.

Der Spa-Bereich ist ein erlebnisorientiertes Profit-Center moderner Hotelbetriebe, das laut der International Spa Association mittlerweile fast so viele Männer wie Frauen anzieht. Der Grund des Besuches ist bei den Geschlechtern jedoch unterschiedlicher Natur: Während Männer erwarten, dass ein bestimmtes Problem, wie eine muskuläre Verspannung oder eine Verletzung, behoben wird, besuchen Frauen die Bereiche um sich schlichtweg zu entspannen oder mit Freundinnen Zeit zu verbringen. So ist es wenig verwunderlich, dass Männer häufiger Sportmassagen oder ähnliches buchen als Frauen, und dass Frauen im Gegenzug häufiger Hautpflegebehandlungen konsumieren.

Neuromuskuläre Massagen richten sich mit ihrem Lösungsansatz direkt an Männer mit strukturellen Haltungsproblemen. Diese werden durch Anwendung spezieller Techniken und die Lösung von Knoten behoben. Eine hervorragende Option für beide Zielgruppen sind CBD-Treatments. Der Wirkstoff hilft Muskelverspannungen auf sanfte Weise zu reduzieren und wirkt zudem ganzheitlich entspannend.

Nach wie vor sind Gesichts- und Hautpflegebehandlungen für Männer eher die zweite Wahl. In den vergangenen zwei bis drei Jahren beobachten Spa-Direktoren jedoch einen Zuwachs der Buchungen dieser Produkte seitens der männlichen Besucher. Die meisten Männer seien zudem sehr interessiert daran, ein bestmögliches Hautbild zu haben und seien daher auch offener für Produktvorschläge als die meisten Frauen.

Es macht durchaus Sinn, dass Männer, die sich auf ergebnisorientierte Spa-Behandlungen konzentrieren, auch anfangen Hautbehandlungen zu nutzen. Diese können nachweislich wirksam gegen Alterung, Akne oder eingewachsene Haare eingesetzt werden. Spa- und Kosmetik-Salons verzeichnen in den vergangenen Jahren einen Zuwachs männlicher Besucher. Häufige Dienstleistungen sind hier Haarentfernungen (Waxing, Rasuren, etc.) bis hin zur Nagelpflege. In dem gesamten Prozess rund um das Thema Hautpflege spielen, neben der allgemeinen Sorge um das Aussehen, auch Social-Media eine große Rolle.

„Just Chill!“ – CBD als Wellnessprodukt der Hotellerie

In den letzten Jahren konnte CBD – oder Cannabidiol – den eher negativen Ruf der Cannabispflanze abschütteln und sich als Trend-Wirkstoff zur Beruhigung und Krampflösung profilieren. Anders als der Stoff THC wirkt CBD nicht psychoaktiv, das heißt es wirkt nicht berauschend und ist legal.

In vielen Fußgängerzonen begegnen uns nun vermehrt CBD-Produkte, ob in Tropfenform, Ölen oder Tees, welche die ganzheitliche Erholung, Schmerzlinderung und Entspannung fördern sollen. Neben diesen Eigenschaften gilt der Wirkstoff aufgrund hochwertiger Omega-3 Fettsäuren, Gama-Linolensäure, Ballaststoffen und Proteinen als wahres „Superfood“ und wird auch bei Sportlern als natürliches Mittel zur Gewichtskontrolle und Regeneration eingesetzt.

Das CBD ist demnach neben Kosmetikbehandlungen, Saunagängen und Bädern, in deren Zentrum der Genuss und der Einklang von Körper und Geist stehen, eine logische und vielversprechende Ergänzung im Angebot der Wellness- und Spa-Landschaft. Hanf-Treatments, CBD-Badezusätze, -Seifen und -Kerzen werden nun vermehrt in innovative Spa-Konzepte integriert.

In einem der mondänsten Skiorte Europas eröffnete das Schlosshotel Zermatt im Dezember 2020 in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „SwissCBD“ den ersten auf CBD-Produkte spezialisierten Spa der Schweiz. Das Hotel ist somit – besonders in der gehobenen Hotellerie – ein Trendsetter auf diesem Gebiet. Das neue „SchlossSpa“ umfasst 630 m² und bietet den Gästen des Hotels neben klassischen Saunen und Dampfbädern eine CBD-Kräuter-Sauna. Ein umfangreiches Portfolio an Treatments wie das CBD-Peeling oder das 80-minütige Signature CBD Spa-Ritual für 250 CHF runden das gut durchdachte Angebot des Hotels ab.

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